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Rückblick:

Am 19. Januar 2020 um 17 Uhr gastierte der Chor zusammen mit einem kleinen professionellen Orchester in der Dreifaltigkeitskirche in Leutkirch. Hier der Bericht der "Schwäbischen Zeitung" vom 21.1.20 (Text Otto Schöllhorn):

 

"Einen glanzvollen Abschluss unter den Reigen der vielfältigen musikalischen Ereignisse zur Weihnachtszeit hat profund ausgewählte Chormusik des Kammerchores „Cantabile“ in der Dreifaltigkeitskirche in Leutkirch gebildet. Unter Leitung von Stefan Deuschle brachte der Chor, begleitet von einem professionellen Instrumentalensemble, Werke aus verschiedenen Epochen zur Aufführung.

Am Beginn des Abends stand die festlich farbenfrohe Kantate „Das neugeborne Kindelein“ von Dietrich Buxtehude, eine barocke Weihnachtskantate, beschwingt melodisch mit feinen dynamischen Akzenten. Ihr zugrunde liegt ein Text von Cyriacus Schneegaß, der zugleich auch als Begrüßung des neuen Jahres gedacht ist. Darauf bezog sich Rolf Waldvogel in seiner Moderation des Konzertprogrammes und verwies darauf, dass sich die Weihnachtsbotschaft über das ganze Jahr erstrecke. Er stütze sich dabei auf einen Text von Annelie Keil mit der Ermunterung, Resignation und Bequemlichkeit aufzugeben, für mehr Menschlichkeit einzutreten und etwas weiterzugeben von Liebe, Hoffnung und Barmherzigkeit, dann sei Weihnachten.

Es folgten fünf a capella-Sätze, die die Leistungsfähigkeit des Chores ganz besonders forderten, davon zwei ruhig fließende Werke aus der Zeit der Renaissance: Giovanni Pierluigi da Palestrinas „Sicut cervus“ - wie ein Hirsch nach Wasserquellen lechzt, ein durchgehend in nachahmender Polyphonie gesetztes Chorwerk, sowie „O magnum mysterium“, ein innig berührendes Werk von Tomás Luis de Victoria, einem spanischen Komponisten und Schüler von Palestrina.

Der Kammerchor Cantabile zeichnete sich durch klare Stimmen aus, ausdrucksvolle Artikulation und ein beeindruckend homogenes Klangbild.

Von Ola Gjeilo, einem zeitgenössischen norwegischen Komponisten, folgte „Ubi caritas et amor, (deutsch: „Wo Güte ist und Liebe, da ist Gott“), ganz der weihnachtlichen Botschaft folgend, eindringlich und mit rundem Klangvolumen. Vom gleichen Komponisten kam noch „Northern Lights“ zu Gehör, basierend auf „pulchra es“ aus dem Hohelied Salomos, bei dem sich die Stimmen eindrucksvoll in dichten Klangteppichen aus mehrstimmigen Clustern und in fein herausgearbeiteten Dissonanzen verwoben.

Als Kontrast dazu gab es Ernani Aguiars „Salmo 150“ mit markanten Einsätzen und rasend schnell gesungenen Textpassagen mit allen Registern der modernen Rhythmik. Zum Abschluss des Konzerts und wohl auch als Höhepunkt führten die Cantabile- Sänger, begleitet von dem Instrumentalensemble, Chorsätze aus dem im französisch romantischen Stil gehaltenen Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns auf. Als Wunderkind bezeichnet, komponierte er dieses Werk, das sich heute großer Beliebtheit erfreut, in 12 Tagen.

Ein wiegendes Prelude mit barocken Anklängen leitete das Oratorium ein und ließ die pastorale Grundstimmung deutlich werden. Einem strahlendem „Gloria“ folgte der fulminant vorgetragene Chorteil „Quare fremuerunt gentes“ mit einem eindringlichen „Sicut erat“. Die Zwischenpassagen, bei denen auch das Können des Instrumentalensembles meisterhaft zur Geltung kam, leiteten über zum Schlussteil, dem „Tollite hostias“, einem prächtigen und jubelnden Chor: „Die Himmel sollen sich freuen und die Erde soll jauchzen vor dem Herrn, denn er kommt. Halleluja.“

Nach Sekunden der Stille brandete anhaltender und dankbarer Beifall für diesen berührenden musikalischen Ausklang der Weihnachtszeit auf."


 

Ausblick:

Der Kammerchor Cantabile fährt zum diesjährigen Deutschen Chorfest in Leipzig und nimmt dort an einem Wettbewerb teil. Außerdem besteht für den Chor beim großen Chortreffen die Möglichkeit, mit einem 20-minütigem Programm aufzutreten. Für dieses Projekt sucht der Chor noch Tenöre, die zunächst als Projektsänger (gerne später auch als feste Mitglieder) dabei sein möchten. Das Deutsche Chorfest findet vom 30. April bis 3. Mai 2020 in Leipzig statt. Interessenten melden sich bitte per Mail bei Chorleiter Stefan Deuschle unter sdeuschle@yahoo.de.

 

In eigener Sache:

Wir sind jederzeit für Neuzugänge oder für Interessierte zum "Schnuppern" offen. Wir proben jeden Montag von 20.00 bis 22.00 Uhr (außer in den Schulferien) im Miusiksaal der Grundschule Oberer Graben (3. Stock). Wir suchen auch Verstärkung (v.a. in den Männerstimmen), die sich nur für einzelne Projekte, also einen begrenzten Zeitraum von max. 4 Monaten, bei uns einbringen wollen! Nähere Infos beim Dirigenten oder den beiden Vorsitzenden (unter "Kontakt").

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